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ICH BIN DIE LIEBE
DEINES LEBENS.

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Kannst du dich noch an diesen einen Samstag erinnern? Der Samstag, der alles veränderte. Wir saßen auf dieser Wiese. Deine Wiese. Den Blick auf unseren See gerichtet. Dieser See mit den vielen Seerosen. Du wirktest unruhig. Dein Blick wanderte nervös zwischen dem See und mir umher.
Auf einmal bist du aufgesprungen, hast meine Hand genommen und bist losgerannt. Mir blieb gar nichts anderes übrig als mitzurennen. Du hast mich hinter dich hergezogen... eine Weile. Irgendwann bist du stehen geblieben. Einfach so. Ich weiß noch wie ich dich fragend ansah und deine Augen mir leer entgegen blickten. Ich hatte das Gefühl, dass sich dein Gesicht in diesem Augenblick versteinerte. Da standen wir. Vollkommen leblos. Es war still. Zu Still. Keine Geräusche, nicht mal ein Vogelzwitschern, nur mein Atem bebte immer noch vom Laufen. Plötzlich liefen Tränen über dein zuvor so lebloses Gesicht. Ich war hilflos. Ich hatte dich noch nie zuvor so zerbrechlich gesehen. Ich wollte dich in meine Arme nehmen. Ich konnte nicht. Du wolltest nicht, dass ich deine Hand losließ... und so nahm ich noch deine andere.
Ich weiß nicht wie lange wir so dastanden. Irgendwann bist du auf das Gras gesackt und hast mich mit runtergezogen. Weißt du noch wie wir uns gegenüber saßen? Ich war gefangen in deinem Blick. Auf einmal hast du angefangen zu lächeln und mich zu dir gezogen. Dein Gesicht war plötzlich ganz nah. So nah, dass ich deinen warmen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Ich bekam Gänsehaut. Du hast die Augen geschlossen und mich geküsst. Ich wollte diesen Moment festhalten. Einen Moment der Vollkommenheit, der all’ unsere Sorgen vergessen ließ.
Weißt du noch wie du mich danach angesehen hast? Frech, entschuldigend und lächelnd zugleich. Ich liebte diesen Blick an dir. Du wusstest ihn genau einzusetzen und ich war dir völlig wehrlos ausgesetzt. Wir begannen uns in kleinen Abständen zu küssen und irgendwann konnten wir gar nicht mehr auf aufhören. Die Dunkelheit war es, die uns dazwischenfunkte.
Du bist aufgestanden, hast mich hochgezogen und wir sind zusammen zum See zurückgelaufen. Den ganzen Weg über habe ich mich nicht getraut etwas zu sagen. Ich weiß noch wie erlösend deine Worte waren als wir am See ankamen. Erlösend und gleichzeitig unerwartet. Drei kleine Wörter. Drei Wörter, die die Macht haben alles zu verändern. Erinnerst du dich noch an meine Antwort?
An meine Antwort nach dieser Nacht mir dir. Ich werde sie nie vergessen.
10.5.08 23:36
 


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